Wer weniger für Strom, Wasser und Lebensmittel ausgeben will, schaut sich zuerst die bisherigen Kosten an. Stromkosten hängen von Verbrauch und Tarif ab. Bei Wasser spielen auch die Gebühren vor Ort eine Rolle. Planung und weniger Lebensmittelabfälle senken die Ausgaben beim Einkauf. Stellen Sie danach Geräte passend ein, sparen Sie Warmwasser und kaufen Sie Lebensmittel so ein, dass weniger übrig bleibt.
Stromverbrauch prüfen
Vergleichen Sie den Jahresverbrauch auf der Stromrechnung mit einem passenden Richtwert. Der Stromspiegel 2025 bietet Vergleichswerte für unterschiedliche Haushaltskonstellationen. Die Werte sind nur zur Orientierung. Welcher Vergleichswert passt, hängt von der Gebäudeart und der Zahl der Personen ab. Auch die Art der Warmwasserbereitung spielt eine Rolle. Wenn Sie Wasser mit Strom erhitzen, verändert das ebenfalls den passenden Vergleich.
Suchen Sie anschließend nach den Geräten, die tatsächlich viel Strom verbrauchen. Ein Strommessgerät zeigt den Verbrauch einzelner Geräte. Kühl- und Gefriergeräte sind dabei oft eine genauere Prüfung wert als Wasch- oder Spülmaschinen. Ein neues Gerät lohnt sich erst, wenn die erwartete Stromersparnis die Anschaffungskosten ausgleicht.
Für den Kühlschrank reichen im oberen Fach 7 °C; ein Grad weniger erhöht den Stromverbrauch laut Verbraucherzentrale um etwa 6 Prozent. Für den Gefrierschrank gelten −18 °C. Wenn Sie häufig Hackfleisch lagern, beachten Sie die dafür empfohlene niedrigere Kühlschranktemperatur.
Waschmaschine und Geschirrspüler sollten möglichst voll beladen laufen. Für viele Waschgänge reichen 30 °C. Ein Eco-Programm spart beim Geschirrspüler häufig Energie. Kurzprogramme verbrauchen teils mehr Strom und Wasser. Beim Kochen verbrauchen Sie weniger Strom, wenn Sie einen Topfdeckel verwenden und im Wasserkocher nur so viel Wasser erhitzen, wie Sie brauchen. Bei manchen Gerichten können Sie auf das Vorheizen verzichten.
Prüfen Sie außerdem den Stromtarif. Berechnen Sie die Jahreskosten, indem Sie den Verbrauch mit dem Arbeitspreis multiplizieren. Hinzu kommen der feste Grundpreis und gegebenenfalls ein Messpreis. Ein niedrigerer monatlicher Abschlag senkt die Kosten nicht automatisch, sondern verändert zunächst nur die Vorauszahlung. Vergleichen Sie deshalb die Jahresabrechnung und die aktuellen Vertragsbedingungen.
Warmwasserverbrauch und Wasserkosten senken
Beim Warmwasser zählt neben der Menge auch, wie das Wasser erhitzt wird. Wie viel eine Dusche kostet, hängt vom Durchfluss und der Dauer ab. Auch die örtlichen Wasser- und Abwassergebühren spielen eine Rolle. Hinzu kommt die Heiztechnik. Deshalb lässt sich aus einem bundesweiten Durchschnitt kein verlässlicher persönlicher Sparbetrag ableiten.
Messen Sie den Durchfluss Ihrer Dusche mit einem Eimer: Läuft ein 10-Liter-Eimer in 50 Sekunden voll, beträgt der Durchfluss 12 Liter pro Minute. Bei acht Minuten Duschen kommen so 96 Liter zusammen. Wenn Sie kürzer duschen oder einen Duschkopf mit geringerem Durchfluss nutzen, verbrauchen Sie weniger Warmwasser. Beim Kauf zählt der tatsächliche Durchfluss, nicht allein eine Werbebezeichnung wie „Eco“.
Ein Sparduschkopf kann den Warmwasserverbrauch laut Verbraucherzentrale um bis zu 50 Prozent senken. Das ist ein mögliches Potenzial, keine feste Ersparnis für jeden Haushalt. Prüfen Sie vor dem Einbau, ob der Duschkopf zum Durchlauferhitzer passt: Hydraulisch gesteuerte Durchlauferhitzer, die sich durch den Wasserfluss einschalten, benötigen meist mindestens 8 Liter Durchfluss pro Minute. Im Zweifel hilft die Auskunft des Geräteherstellers.
Weniger Wasser senkt die gesamte Rechnung nicht im gleichen Verhältnis, weil Wasserpreise und Abwassergebühren regional variieren und feste Kosten auch bei geringerem Verbrauch bestehen bleiben. Prüfen Sie Ihre Abrechnung, bevor Sie eine konkrete Ersparnis ansetzen. Die zentrale Warmwassertemperatur sollten Sie nicht pauschal absenken, denn für Trinkwasserinstallationen gelten hygienische Anforderungen.
Einkäufe besser planen
Schauen Sie vor dem Einkauf in Kühlschrank und Vorratsschrank. So kaufen Sie Lebensmittel, die Sie schon zu Hause haben, nicht doppelt. Planen Sie Mahlzeiten für die nächste Woche. Richten Sie die Mengen an der Zahl der Mitessenden aus und schreiben Sie auf, was tatsächlich fehlt. Ein Einkaufszettel hilft auch dabei, spontane Zusatzkäufe zu begrenzen.
Vergleichen Sie den Grundpreis, also den Preis je Kilogramm oder Liter, statt nur den Packungspreis. Eine Großpackung ist nur dann günstiger, wenn der Inhalt rechtzeitig verbraucht wird. Prüfen Sie auch günstigere Marken und Grundzutaten. Fleisch oder Fisch lassen sich in manchen Mahlzeiten durch Gemüse, Hülsenfrüchte oder Eier ersetzen; wie viel das spart, hängt von den gekauften Produkten und den eigenen Essgewohnheiten ab.
Die durchschnittlichen Ausgaben privater Haushalte für Nahrungsmittel lagen 2023 bei rund 335 Euro im Monat. In diesem Durchschnitt stecken Haushalte mit unterschiedlich vielen Personen und verschieden hohen Einkommen. Er eignet sich daher als grobe Einordnung, aber nicht als persönliches Monatsbudget. Aussagekräftiger ist der Vergleich der eigenen Einkaufsbelege über mehrere Wochen: So werden besonders teure Produktgruppen und häufige Zusatzkäufe sichtbar.
Wenn ungeöffnete Lebensmittel richtig gelagert wurden, prüfen Sie nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums Aussehen, Geruch und Geschmack. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein automatisches Wegwerfdatum. Bei einem „zu verbrauchen bis“-Datum gelten andere Regeln: Leicht verderbliche Ware sollte nach Ablauf nicht mehr gegessen werden. Planen Sie Reste für die nächste Mahlzeit ein, damit Sie sie leichter aufbrauchen.
Verbrauch und Ausgaben vergleichen
Notieren Sie eine Zeit lang den Stromverbrauch und Ihre Einkäufe. Halten Sie beim Warmwasser die verbrauchte Menge oder die Duschdauer fest. Vergleichen Sie anschließend Rechnungen und Kassenzettel mit dem Ausgangswert. So sehen Sie, ob sich die Änderung bei Ihnen tatsächlich auswirkt.
Beginnen Sie mit Maßnahmen, die wenig oder nichts kosten. Stellen Sie Geräte passend ein und prüfen Sie den Tarif. Planen Sie Einkäufe und messen Sie den Duschdurchfluss. Kaufen Sie ein neues Kühlgerät oder einen Sparduschkopf erst, wenn die Messwerte dafür sprechen und das Gerät technisch passt.