Wo soll ich mein Geld anlegen?

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Da Girokonten im üblichen Fall nur einen sehr überschaubaren Zinssatz bieten, stellt sich für viele Sparer irgendwann die Frage, wo sie aktuell nicht benötigte Gelder gewinnbringender veranlagen können. Hier geht es nicht primär um die Art der Veranlagung, sondern vielmehr um die Suche nach einem vertrauenswürdige Dienstleister.

Der klassische Weg zum Finanzinstitut des Vertrauens

Viele Kreditinstitute bieten eine Vielzahl an Produkten zur Veranlagung von Geldern an. Dabei dominieren zumeist termingebundene, festverzinsliche Sparanlagen oder durch eigene Investmentabteilungen geführte Fonds. Neben dem Vorteil der relativen Sicherheit der Veranlagung spielt hier das Vertrauensverhältnis zur eigenen Hausbank eine bedeutende Rolle. Der persönliche Betreuer kennt die individuelle Situation des Kunden und kann so sehr viel genauer auf die Bedürfnisse eingehen. Das gewährleistet einen hohen Grad an Sicherheit und schützt vor möglichen Fehlinvestitionen. Zudem kann sich daraus mittelfristig ein weiterer Vorteil ergeben, nämlich genau dann, wenn Sie einen Kredit benötigen. Da die Gelder im eigenen Haus veranlagt wurden, bieten sich dadurch ganz unbürokratisch zusätzliche Sicherheiten, die laufende Kreditkosten deutlich minimieren können.

Für Individualisten und Anleger mit geringer Risikoaversion

Die Alternative zur Veranlagung über die Hausbank ist die selbständige Wahl der Veranlagungsmethode. Dabei bestimmen Sie selbst darüber, welche Aktien oder Anleihen Sie wann kaufen beziehungsweise verkaufen. Zahlreichen Online-Banking-Systeme bieten entsprechende Zusatzoptionen an, bei denen die eigene Hausbank die Kauf- und Verkaufsaufträge als Händler abschließt. Alternativ können unabhängige Onlineplattformen genutzt werden, bei denen ein externer Dienstleister die Handelsfunktion übernimmt. Dabei sollte jedoch beachtet werden, dass jede Transaktion Kosten verursacht. Diese setzen sich zumeist aus einem Basisbetrag und einem prozentuellen Anteil der Transaktionssumme zusammen. Dieser Betrag sollte nicht unterschätzt werden, da gerade Kleinanleger so häufig in eine ungeplante Kostenfalle tappen, die mögliche Kursgewinne schnell egalisieren können. Zudem tragen Sie in diesen Fällen die alleinige Verantwortung für Investitionen. Deshalb sollte solides Finanzwissen die Grundvoraussetzung für individuelle Veranlagungsentscheidungen sein – besonders wenn es sich dabei um Aktienkäufe handelt.

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