Geldanlage – von Milliardären lernen

Was machen Milliardäre besser als normale Privatanleger? Es gibt Vermögensberater mit so einer Klientel, die gelegentlich darüber Auskunft erteilen – ohne Namen zu nennen, selbstverständlich. Ein Grundsatz lautet, sich den Zinseszins-Effekt zunutze zu machen. Das Vermögen wächst damit exponentiell, der Anleger muss nichts weiter tun, als ein Geld liegen zu lassen. Bei großen Vermögen rentiert sich das als Strategie bei der Geldanlage durchaus.

Wie sieht dieser Zuwachs der Geldanlage aus?

Man berechne ein realistisches Szenario. Der Anleger verfügt über 10.000 Euro, die er auf ein Festgeldkonto legt und mit der Bank eine jährliche Kumulation – also die Wiederanlage der Zinsen (Thesaurierung) – vereinbart. Das bietet die Bank üblicherweise von sich aus an. In einem Nebensatz bemerken wir hier, dass es Tagesgeldkonten mit vierteljährlicher (und sogar monatlicher) Zinsgutschrift und Thesaurierung gibt, jedoch erhält dann der Anleger natürlich nur ein Viertel des Jahreszinses (bei quartalsweiser Ausschüttung), der Zinseszinseffekt fällt in Wahrheit nicht so viel besser aus. Der Einfachheit halber bleiben wir bei der jährlichen Wiederanlage der Zinsen und einem Zinssatz von 3,0 % pro Jahr, wie er gelegentlich noch anzutreffen ist (Stand: Frühjahr 2015). Dort sollte es im Allgemeinen auch wieder hingehen. Die Kapitalentwicklung sieht so aus:

  • 1. Jahr: 10.300 Euro
  • 2. Jahr: 10.609 Euro
  • 3. Jahr: 10.927,27 Euro
  • 4.- 9. Jahr: …
  • 10. Jahr: 13.439,16 Euro
  • 11. – 19. Jahr: …
  • 20. Jahr: 18.061,10 Euro

Man möge bei dieser Betrachtung (nach 24 Jahren hat sich das Geld mehr als verdoppelt) beachten, dass wir hier von wahren Minizinsen reden. Wenn sich die Konditionen wieder bessern, dürfte der Anleger nach spätestens zehn Jahren wahrscheinlich auf eine günstigere Variante umschichten. Nun kommen aber ganz andere Aspekte ins Spiel:
Viele Menschen schaffen es nicht, ihr Geld einfach nicht anzutasten. Immer wieder kommt etwas dazwischen, der Kapitalstock – rund 10.000 Euro – wird für dringende Ausgaben benötigt. Die gegenwärtigen Minizinsen und die ganze Diskussion darum lassen die Anleger vor so einem Modell zurückschrecken.

Es fragt sich also, ob es Anlagealternativen zum Festgeld gibt, wie diese aussehen und ob vermögende Anleger diese für ihre Geldanlage wirklich nutzen.

Geldanlage in Aktien

Der Dax verspricht im Jahr 2015 eine Dividendenrendite von über drei Prozent. Dabei sind Kurssteigerungen noch gar nicht inkludiert, es geht nur um Dividendenzahlungen auf Blue Chips. Darauf setzen Millionäre und Milliardäre tatsächlich, allerdings nicht in Gänze: Sie legen etwa 25 Prozent ihres Vermögens in Aktien an. Diesem Modell könnten normale Privatanleger mit kleineren Summen folgen. Sie müssen dabei allerdings sorgfältig nach der richtigen Bank suchen (Quelle: Aktien kaufen für Anfänger).

Viele Filialbanken – das sind die Hausbanken der meisten Kunden – verlangen auf Aktienfonds satte Ausgabeaufschläge, die einen Kurs- und Dividendengewinn schnell zunichtemachen. Direktbanken hingegen punkten hier mit äußerst günstigen Konditionen, die auch für die konservative Geldanlage interessant sind. Anlageberater empfehlen schon länger ETFs, die es teilweise ohne Ausgabeaufschlag gibt. Wenn so ein ETF auf einen soliden Index setzt, kann er für eine sehr ordentliche Rendite bis zum zweistelligen jährlichen Prozentbereich sorgen, was im Rahmen einer konservativen Geldanlage sehr ordentlich aussieht. Noch etwas können

Privatanleger von den Reichen lernen: Diese meiden, wenn man ihren Anlageberatern glaubt, strikt exotische Produkte wie „Regenbogen-Zertifikat“, „Best Buy“, „XYZ-Variozins“ oder „Bestbonus“. Es handelt sich hier um Konstruktionen, die nur noch ein Experte durchschaut. Genau darauf verlassen sich die Reichen aber nicht. Ihr Instinkt sagt ihnen, dass eine gute Geldanlage durchaus vergleichsweise einfach aufgebaut sein kann. Und noch einen Ratschlag geben Experten für die Geldanlage mit: Millionäre und Milliardäre haben so viel Geld, dass sie breit streuen können. Das vermindert Risiken, es ist aber auch mit der vergleichsweise kleinen Investition möglich.

Bei www.geldanlage-rat.de finden Sie noch mehr Tipps rund um eine erfolgreiche Geldanlage.

Bild: bigstockphoto.com / tankist276

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